Wraeththu - Die sieben Sünden
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Thiede

Die Wraeththu

Die Rasse der „Wraeththu-Krieger“ wurde vor mehr als zwanzig Jahren von der bekannten Gothic-Schriftstellerin Storm Constantine aus Stafford, England erschaffen. Seit dieser Zeit wuchs die Leserschaft um die androgyne Endzeitrasse immens, was auch Storm dazu inspirierte, drei neue Bücher dem alten Gesamtwerk hinzuzufügen.

Die Wraeththu (sprich Wrässthru) ist ein sehr alter biblischer Name. Seit vielen Jahren versuchen Zeichner aus aller Welt die einzelnen Charaktere bildlich für Bücher und Broschüren in ihren eigenen Ideen umzusetzen. Scheinbar undenkbar war bis jetzt die Bespielung der Rasse auf einem Live-Rollenspiel. Die Internetplatform wurde ja schon seit neuestem für eine Spielerebene genutzt, jetzt bietet sich zum ersten Mal die Gelegenheit für das „neue Volk“ in der Larpszene einen Plot mit zu bespielen. Das Twilight Team aus NRW bietet für die neue Rasse auf der Silvester-Con „Die sieben Sünden“ vom 29.12.2004 bis zum 1.1.2005 auf Burg Bilstein bei Olpe zum ersten Mal eine deutschsprachige Ebene an. Hier können sie sich in die Aufgaben und Abenteuer des Plots einbinden, der auf allen Spieler des Cons wartet und ihre Bekanntschaft mit alten bekannten Larp-Rassen machen. Die Spieler der Wraeththu erwartet ebenso eine neue wie spannende Atmosphäre wie auch die Begegnung mit den alteingesessenen Rassen.

Für die Kenner des Online-Regelwerks gilt: Auch die Wraeththu haben sich den Gepflogenheiten des gängigen Systems anzupassen, wenn auch die Buchdarsteller mit stärkeren Eigenschaften ausgestattet sind, gilt dies zunächst einmal durch Punkte zu erkämpfen.

Wraeththu Infos

Was schon lange im Untergrund der Fanszene großen Anklang fand, auf vielen Websites diskutiert aber noch wegen Plots und Planungen verschoben wurde, gelangt jetzt in einem ersten Versuch zum Larp-Leben. Das Online-Rollenspiel des Labels „Immanion Press“, geschaffen von Gabriel Strange, Lydia Wood und Storm Constantine, wurde zunächst in englischer Sprache im Netz geboren. Viele britischer Larper, die zumeist mit den Büchern Storms vertraut waren, hielten auch eine Idee dies in der europäischen Szene zu bespielen für interessant.

Eine neue Rasse, ein neues System

Was sind Wraeththu? Sie entstanden aus normalen Menschen, die gepaart mit dem androgynen Erscheinungsbild eines Elben und dem Interesse nach neuen magischen Schauplätzen von Mittelerde sind sie längst nicht alle so vollkommene Wesen, wie es ihr oberster Herr „der Aghama“ gern hätte. Voller Dekadenz, Mordlust und dem Drang nach den leichten Dingen des Lebens sind viele ihrer Krieger keinen Deut besser, als ihre Menschenbrüder.

Was kommt auf den Spieler hier an neuen Elementen zu? Die Geschichte dieses Volkes lässt sich gut an bestehende Ebenen anpassen, Mag das Set auch NACH der Menschheitsgeschichte passieren, haben wir es hier jedoch nicht mit Space-Kriegern zu tun. Die Charaktere können auch beliebig in Mittellande oder bei der Entdeckung neuer Kontinente und Schlachten auftreten.

Waffen haben sie meist Schwert, Pfeil & Bogen, Dolche und magisches Potential. Wraeththu treten in aller Art von Rüstungen, meist jedoch in Lederharnischen auf, gepaart mit Eisenplatten. Mit Bannsprüchen und Flüchen wehren sich die schwächeren Wraeththu, die anderen gehen mit den herkömmlichen Larpwaffen (wenn auch in ihrem eigenen Design) zur Verteidigung oder Angriff ihrer Ziele. Bardengesang sei bei ihnen sehr beliebt, ebenso der Tanz, Trinkstuben und Schänken.

Doch worum geht es eigentlich zusammengefasst?

Die Geschichte aus den Büchern

Entstanden aus einem einzigen Mutanten namens Thiede, auch DER Aghama genannt, können sie sich nach altbekanntem Vampirsystem vermehren. Durch den Austausch von Blut werden junge Männer zu Kriegern.

Bei den weiblichen Menschen schlugen die Versuche, jemanden zu „Wraeththu“ (Ihre eigene Bezeichnung) zu machen („har machen“) leider fehl, doch sind sie nicht ganz untergegangen im Plot. Die Karmarga, die weibliche Komponente der Wraeththru, kommt mit gutem Verhandlungsgeschick und insbesondere, mit einem eleganten Kampfstil ins Bild. Sie entwickelten sich praktisch parallel zu der Har-Rasse in einer eigenen Gesellschaft und leben in einer eher esoterischen und naturmagischen Lebensart.

Diese Rasse, nennt sie sich selbst auch vollkommen, ist ganz und gar nicht die Krönung der Schöpfung. Viele ziehen mordend durch die Städte der Menschen und vernichten Kulturgüter, die ihnen sicher gut zu Gesicht gestanden hätten.

In diese Wirren hineingezogen wird der junge Mensch Pellaz Cevarro, der von dem Har namens Calanthe entführt und von dem Wesen Thiede unsterblich gemacht wird.

Erst wird Pellaz vor den Augen seines Gefährten Cal getötet, dann zum mächtigen-aber gegen seinen Willen gemachten- Herrscher der Wraeththru-Hauptstadt Immanion erhoben.

Calanthe, ein charismatischer Charakter, dessen Ausstrahlung sich niemand entziehen kann, gerät in die Wirren der Machtkämpfe der Wraeththu um die verbleibende sterbende Welt. Thiede versucht seinen harten Willen den freien Völkern aufzuzwingen, während sich der Wreahthu-Stamm der Varr, die von General Terzian angeführt werden, nicht darum scheren, was der dämonische Magier ihnen befiehlt.

Die Äußerlichkeiten der Hara ähneln sehr der Beschreibung der Elben Tolkiens, können sie jedoch in diesen Geschichten ohne elitäres Beiwerk so richtig dem süßen Leben frönen, sie trinken, rauchen, schlagen sich und sind meist ganz und gar nicht die beseelten Produkte der Schöpfung.

In dem Plot der Bücher geht es um den immerwährenden Kampf zwischen Licht und Dunkel, die rivalisierenden Länder Immanion (Thiedes Herrschaft) und Megalithika (Schwarzmagier Ponclast). Der Sohn verrät den Vater zum Wohle seiner Rasse und wird dafür als Regent über ein freies Land belohnt.

Unterteilt in wilde und kultivierte Stämme leben die verschiedensten Har in bekannten Stellungen und Mächten. (Magier, Krieger, Heiler, Kriegslord, Herrscher, Dämon). Alles in allem birgt die neue Rasse von jedem bekannten Genre etwas in sich, die Erschaffung neuer Wesen mittels Blutübertragung, Unsterblichkeit und Kampfpräzision der Elben, ewige Kriege um Gut und Böse und hinterlistige Dämonen.

Der Anfang

Von Anfang an wurden die Wraeththu mehr als nur eine organisierte Jugendbande mit einem Sinn fürs Mittelalter gesehen. Sie waren anders. Innerlich und vor allem äußerlich. Etwas hatte diese Jungen verändert. Aber die Menschheit hatte andere Probleme, als sich mit den Jugendlichen auseinander zusetzen, die Gewänder und Rüstungen trugen, die ihre Städte heimsuchten und in der Nacht die Straßen in Plätze der Angst versetzten.

Sie rebellierten gegen die Gesellschaft und nannten sich selbst Wraeththu. Als die Menschen von ihnen Notiz nahmen, war es bereits zu spät. Die kleinen Gruppen waren verschwunden und die Wraeththu zu stark geworden.

Nicht alle Wraeththu waren den Menschen gegenüber unfreundlich, aber diejenigen die Magie und Gewalt benutzen, um ihre Territorien zu bewahren, besetzen die menschlichen Länder. Menschen flohen, wo sie konnten, suchten zuflucht wo es sicht bot, manchmal sogar bei anderen Wraeththu-Stämmen, die tolerierten, das Menschen bei ihnen lebten.

In einigen Plätzen, östlich von Almagabra und in den nördlichsten Regionen von Megalithika hatten Menschen noch Kontrolle über ihre Länder. Trotz des Mutes der Menschheit, ihrer Beständigkeit und Überlebenswillen- die Dämmerung war gekommen.

Geboren in Hass und Bitterkeit in den Städten des Nordens, hatten die Wraeththu die Kraft die Söhne der Männer in ihresgleichen zu verwandeln. Wie es mit dem allerersten von ihm passierte, dauerte es drei Tage nach der Infizierung mit Wraeththu-Blut bis sich der Körper komplett in alle wichtigen Merkmale veränderte. Das Volk der Wraeththu wuchs und lernte, vervollkommnte ihre Kunst und ihre Anmut. Sie verloren ihre ungeordnete, exotische Wildheit und verwandelten sich in eine magische Gesellschaft, hungrig nach Wissen und Macht.

Einige von Ihnen brachen die neuen Regeln und fielen zurück auf den alten Weg vom Kämpfen und in den Tag hinein leben.

Die Wreaththu rotteten sich zu Stämmen zusammen, jeder mit unterschiedlichen Ansichten und Lebensweisen, aber alle vereint mit einem Geist. Jene, die das Ideal des Wirklichen Geistes aufrechterhielten, strebten nach der körperlichen Vollkommenheit zu einer spirituellen Meisterschaft, die jedoch kaum einer von Ihnen je erreichte.

Ein „normaler Har“ verfügt meist nur über geringere magische Kräfte und eine normale Kampfausbildung. Die Magier der höheren Kaste beschäftigen sich mit der Verbindung der Elemente und der Kommunikation durch Gedanken. Der Großteil jedoch ist eher interessiert an einem friedlichen Beisammensein und verurteilt die Überfälle der Kriegerstämme.

Gegen die meisten Gifte ist ein Harkörper immun, ebenso gegen reguläre Krankheiten. Vom Körperbau sind sie eher groß und schlank, wirken trotz ihrer vielen Jahre alterslos. Einige der westlichen Stämme wie die Mojag haben jedoch durchaus kräftigeren Körperbau und eher an Nordmänner erinnernde Waffen und Kleidung.

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The Seven Deadly Sins: Wraeththu the Awakening
Wraeththu Artwork © Marja Kettner & Elly Kloppe
Graphic Background Design: Elio Robin Heinrich
Event Production: Twilight Team
Web Site: Metro Girl